Routencharakter Kilimanjaro Rongai-Route

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Die Rongai-Route ermöglicht mit viel Glück Tierbegegnungen (Elefanten, Büffel, Affen, etc.) und wird oft auch als „Kenia-Route“ bezeichnet. Der Startpunkt liegt aber nicht, wie teils beschrieben, in Kenia, sondern in Tansania. Sie benötigen daher auch nur ein tansanisches Visum.

Die Route beinhaltet am Mawenzi Tarn Hut Camp (4.330 m) einen Abend mit großartiger Kulisse mit dem einzigen See am Kilimanjaro, mit Blick auf den Mawenzi. Über die ersten drei Tage der Route ist nördlich die kenianische Hochebene bis hin zum Amboseli-Nationalpark zu bestaunen. Die Nordwest-Seite des Kibo ist fast von der gesamten Aufstiegsroute einzusehen und für viele eindrucksvolle Fotos geeignet. Der Abstieg verläuft über die Marangu-Route, was Ihnen die Möglichkeit bietet, zwei verschiedene Wege kennen zu lernen. Landschaftlich hat die Rongai-Route von der durchwanderten Landwirtschafts- und Nadelwaldzone bis zum bizarren Mawenzi-Massiv einiges zu bieten.

Einzig der relativ schnelle Aufstieg über 4.000 m, ohne besondere Höhen-akklimatisierung, kommt dem durchschnittlichen Bergtouristen nicht gerade entgegen.

Im Vergleich zur Marangu-Route oder Machame-Route ist die Rongai-Route weniger frequentiert. (2005: etwa 15% aller Kilimanjaro-Touristen).



Die wesentlichen Unterschiede zu anderen Kilimanjaro-Routen:

  • Übernachtungen im Zelt
  • gute Sicht auf Kibo und Mawenzi
  • gut ausgebaute Wege
  • zwei verschiedene Routen für Auf- und Abstieg
  • geringere Regenwahrscheinlichkeit
  • keine gute Höhenanpassung
  • weite und dadurch teurere Anfahrt


Anforderungen Kilimanjaro Rongai-Route

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Die Rongai-Route stellt Bergwanderer vor keine technischen Schwierigkeiten, wodurch sie in der „Schwierigkeitsskala“ am unteren Ende, direkt nach der Marangu-Route, einzuordnen ist. Alle Wege sind recht gut begehbar und auch bei Regen nicht wirklich matschig. Trittsicherheit, ausreichende Wandererfahrung und angemessene Fitness sind allerdings auch auf dieser Route unerlässlich. Die Regenwahrscheinlichkeit auf der Nordseite des Kilimanjaro gilt im Allgemeinen als etwas geringer. Gehen Sie unbedingt ab dem 1. Tag langsam und belächeln Sie nicht das freundliche „Pole Pole“ (langsam, langsam) Ihres Führers – er kennt den Berg!

Ausrüstung Kilimanjaro Rongai-Route

Für die Besteigung benötigen Sie einen Schlafsack mit einem Komfortbereich von -15°C. Eine selbstaufblasende Isomatte sollte nach Möglichkeit ebenso im Gepäck sein.
Zur persönlichen Ausstattung sollten (Teleskop-)Trekkingstöcke gehören, die Ihre Kniegelenke bei Auf- und Abstieg schonen. Eine Stirnlampe ist unablässig für die Gipfelnacht.
Achten Sie unbedingt darauf, dass Ihr Gepäck wasserdicht verpackt ist. Verschiedene Hersteller bieten beispielsweise wasserdichte Packsäcke an. Auch Ihr Tagesrucksack sollte über eine Regenschutzhülle verfügen.



Gepäcktransport Kilimanjaro

Ein Träger übernimmt bis zu max. 12kg Ihres Gepäcks – Schlafsack, Wechselkleidung, und alles, was Sie während des Tagesabschnitts nicht benötigen. Die Träger gehen getrennt von Ihnen, Sie haben daher unterwegs keinen Zugriff auf das Hauptgepäck.

Alles, was wichtig ist oder werden könnte, wie Regenbekleidung, Trinkwasserflaschen, Fotoausrüstung, einen warmen Pullover, das Picknickpaket für die Mittagspause etc., tragen Sie selbst im Tagesrucksack, der deswegen mind. 35 l fassen sollte.

Der Tagesrucksack wiegt also ca. 7-10kg.



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Lobelie Panorama freundliche Helfer Eindrucksvoll - der Mawenzi

Kilimanjaro – Die Rongai-Route auf einen Blick

Etappen und Gehzeiten:



Tag 1 Nalemoru Gate (2.020 m)- Sekimba Camp (2.700 m)
680 Hm; 8 km
3-4 h
Tag 2 Sekimba Camp (2.700 m)- Kikelewa Camp (3.650 m)
950 Hm; 10 km
5-6 h
Tag 3 Kikelewa Camp (3.650 m)- Mawenzi Tarn Hut (4.330 m)
680 Hm; 5 km
3-4 h
Tag 4 Mawenzi Tarn Hut (4.330 m)- School Hut (4.750 m)
420 Hm; 8 km
4-5 h
Tag 5 School Hut (4.750 m)- Uhuru Peak (5.895)- Horombo
1.145 Hm/ 2.175 m Abstieg; 21 km
12-14 h
Tag 6 Horombo Hut (3.720 m)- Marangu Gate (1.840m)
1.880 Hm; 18 km
5-6 h
Total 3900m Aufstieg/ 4100m Abstieg); 70 km 40 h


Reiseangebote Kilimanjaro via Rongai







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Zusätzlicher Akklimatisationstag

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Bergsteiger und Reisespezialist Jörg Ehrlich empfiehlt:

Wer den Kilimanjaro wirklich genießen möchte, sollte sich genügend Zeit nehmen.

Ich rate zur landschaftlich ausgewogenen Machame-Route.

Auch ein zusätzlicher Akklimatisationstag im Karanga-Camp bereitet jeden Wanderer besser auf den Gipfelsturm vor.“